Kirchenchor CANTORA

 

 

Der Kirchenchor CANTORA

Im Jahre 2013 drohte dem seit vielen Jahren bestehenden gemeinsamen Kirchenchor der evangelischen Gemeinden Buchloe und Türkheim das Aus. Die 9 Sängerinnen und 3 Sänger fanden einfach keine neue Chorleitung.

Anette Böckler, die gerade erst nach Buchloe gezogen war, erklärte sich nach vielen Überlegungen dazu bereit, die Arbeit des Kirchenchors fortzuführen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt an ihrem bisherigen Wohnort noch vier weitere Chöre leitete. Der Gedanke, einen Chor einfach aufzugeben, solange Menschen da sind, die singen wollen, war ihr unerträglich. Als Probentag war in ihrem Kalender nur noch der Sonntagabend frei, bei dem ist es bis heute geblieben.

Schnell vermittelte sie dem Chor ihre Grundsätze: Lieber einfachere und eingängige Lieder als den Chor zu überfordern. Lieder in deutscher Sprache, denn das Singen soll Verkündigung sein, und die Zuhörer müssen die Texte verstehen. Singen mit dem Herzen, aus dem persönlichen Glauben heraus, denn Musik ist die Sprache der Seele.

Neben dem Beherzigen dieser Grundsätze und dem Einstudieren der Lieder legt sie sehr großen Wert auf die chorische Stimmbildung, keine Kür ohne Pflicht.

Inzwischen ist der Chor auf ca. 30 Sängerinnen und Sänger angewachsen, das Repertoire, überwiegend neues geistliches Liedgut, hat einen ansehnlichen Umfang erreicht.

Die Gestaltung von Gottesdiensten sieht der Chor als seinen primären Auftrag, darüber hinaus gab es Veranstaltungen unterschiedlicher Art, immer aber unter einem geistlichen Motto.

2016 gab sich der Chor ein einheitliches Aussehen, Chorschals und Krawatten wurden angeschafft, wobei sich die gewählten Farben an dem Wandbild der Friedenstaube in unserer Hoffnungskirche orientierten. Das einheitliche Erscheinungsbild fördert das Wir-Gefühl der Sängerinnen und Sänger und trägt dazu bei, dass sie auch optisch als Einheit wahrgenommen werden.

Zum fünfjährigen Bestehen des „neuen“ Kirchenchors war es dann auch an der Zeit, über einen Chornamen nachzudenken:

Eine Verschmelzung von „Gesang“ mit der Aufforderung zum Gebet. Aus „canto“ und „ora“ wird „cantora“ – das sind wir. Wenn wir singen, dann machen wir unser Lied zum Gebet.

Der Name ist zugleich symbolträchtiges Logo: Das T steht in der Mitte als Kreuz, Zeichen unseres christlichen Glaubens.

Inzwischen hat sich der Chor mit Er­folg auch an schwierigere Literatur gewagt, ein Höhepunkt war sicher die Passionskantate „Dank für Golgatha“ von Klaus Heizmann, die zum Orchesterplayback beeindruckend gelang. Auch der vom Markus Nickel gesetzte Choral „Ein feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther, anlässlich des Reformationsjubiläums vorgetragen, fand große Anerkennung.
So müssen sich nun Anfänger nicht fürchten und Fortgeschrittene nicht langweilen. Sängerinnen und Sänger, die meinen, dass dieser Chor ihnen eine Heimat bieten könnte, sind jederzeit willkommen. Die Proben finden immer sonntags um 18.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus statt. Leider vermisst der Chor von Anfang an eine ständige Klavierbegleitung sowohl für die Proben als auch für Vorträge. Üben wir uns in Geduld, was nicht ist kann ja noch werden.