Christi Himmelfahrt

(Un)sichtbar - ein Impuls zur Himmelfahrt

Oben und Unten. Himmel und Erde. Vor allem, wenn man den Begriff Himmel nicht als den sichtbaren Himmel, sondern als Wohnort Gottes versteht, dann sind das wohl Gegensätze, die größer nicht sein können. Denn den himmlischen Ort, die Wohnung Gottes, die stellen wir Menschen uns meist friedlich, sorgenlos und einfach „himmlisch gut“ vor. Aber hier auf der Erde, trotz all ihrer Schönheit, geht es zumindest unter den Menschen oft anders zu. Da sind so manches Mal Streit und Hass an der Tagesordnung.

Und dennoch gehört beides – Himmel und Erde - gerade an Himmelfahrt zusammen, auch wenn es oft nicht so scheint. Es lohnt sich nochmal genauer hinzusehen, denn in Lukas 24, ab Vers 50 steht:  

„Er (Jesus) führte sie (die Jünger) aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.“

Ich muss gestehen, mich überrascht dieser Text, denn gerade in dem Moment, in dem Jesus die Jünger sichtbar verlässt, verheißt er ihnen seinen (unsichtbaren) Segen. Gottes Segen zu empfangen, heißt zu wissen, ich bin nicht allein, sondern es gibt einen, der geht mit mir meinem Weg. Der lässt mich nicht allein gehen. Und Gottes Segen weist daraufhin: Es gibt einen, der meint es gut mir und will mir Gutes. Auch wenn Jesus nun nicht mehr sichtbar bei seinen Jüngern sein kann, so ist er unsichtbar nun für uns alle da – in allen Situationen, die man auf der Erde erleben kann.

Die Jünger haben diese Botschaft verstanden, und die Himmelfahrt Jesu und der damit verbundene Zuspruch bewegte sie so sehr, dass sie begannen Gott zu loben und mit großer Freude über die Gegenwart Gottes, die er uns im Segen verheißt, erfüllt waren. Und so berühren sich Himmel und Erde, indem Gott seinen Segen uns Menschen hier auf der Erde schenkt.

 Lassen Sie sich nun einladen zu feiern und, wie die Jünger, Gott für sein Dasein zu loben – und wenn Sie möchten, dann feiern Sie mit uns Gottesdienst – an Himmelfahrt um 10 Uhr als Open Air hinter der Kirche und an jedem weiteren Sonntag ebenfalls um 10 Uhr in der Buchloer Hoffnungskirche – wir freuen uns auf Sie!

Ihre Religionspädagogin Ulrike Wappler

(Grafik: Pfeffer; Foto: epd-Bild)